Alperia erweitert seinen Ingenieursbereich und startet ein innovatives Projekt im Wasserkraftsektor

Mit dem Kauf der Mehrheitsbeteiligung an Hydrodata S.p.A. setzt Alperia einen wichtigen Schritt in der Strategie zur Erneuerung der Wasserkraftwerkskonzessionen.

Bozen wird zu einer wichtigen Drehscheibe für Innovation im Bereich der Wasserkraft und der erweiterten Wasserwirtschaft, in dem Alperia und Hydrodata mit ihrem Know-how den Sektor Wasser 4.0 entwickeln und europäische Spitzenleistungen erzielen wollen.

Am heutigen Donnerstag, 8. Oktober, wurde der Vertrag zwischen Intecno S.p.A. und Alperia AG über den Verkauf von 50,51 % der Anteile an Hydrodata S.p.A. unterzeichnet. Hydrodata ist ein führendes technisches Beratungsunternehmen auf nationaler Ebene, das in der Entwicklung und dem Angebot von Ingenieurdienstleistungen, technisch-wirtschaftlicher Beratung und angewandter Forschung im Bereich der Wasserwirtschaft tätig ist. Der Ankauf ist Teil der Initiativen zur Erreichung der wichtigen Unternehmensziele, die im Strategieplan 2020-2024 der Alperia Gruppe festgelegt sind.

Hydrodata S.p.A., gegründet in Turin im Jahr 1976, erwarb in Italien in ihrer mehr als 40-jährigen Geschichte eine anerkannte Führungsposition in Ingenieurdienstleistungen der Wasserwirtschaft mit zahlreichen Erfahrungen auch im internationalen Bereich. Der Wert von Hydrodata liegt nicht nur in seinem konsolidierten Netzwerk auf nationaler Ebene, sondern auch in der Kompetenz und Produktionskapazität seines Teams von Fachleuten (die zum größten Teil auch Aktionäre des Unternehmens sind), die im Laufe der Jahre für Institutionen, Versorgungsunternehmen und Privatpersonen mehr als 3.500 Projekte, hauptsächlich in der Wasserwirtschaft, entwickelt und umgesetzt haben.

Mit dieser Übernahme von strategischer Bedeutung macht Alperia einen wichtigen Schritt in die Zukunft und stärkt seine interne Struktur und sein Know-how im Bereich der technischen Dienstleistungen. Mit Hydropower ergeben sich vielfältige Möglichkeiten zur Zusammenarbeit und Nutzung der Synergien sowohl im Hinblick auf die Entwicklung der Wasserkraftanlagen in Südtirol als auch der Lancierung eines neuen Innovations- und Forschungsprojekts im Bereich Wasserkraft.

Die Zusammenarbeit mit Hydrodata ermöglicht es Alperia mit der Unterstützung eines hochqualifizierten Teams mit großer Erfahrung und Fachkompetenz an künftigen Ausschreibungen für die Neuvergabe der Wasserkraftwerkskonzessionen in Südtirol teilzunehmen. Die Fachleute sind in der Lage fortschrittliche und innovative Lösungen zur technischen Nachhaltigkeit als auch der Umweltverträglichkeit zu entwickeln, was einen Mehrwert für das gesamte Territorium mit sich bringt.

Das Abkommen zwischen Alperia und Hydrodata sieht auch die Einrichtung eines Innovationszentrums mit Sitz in Bozen vor. Alperia fördert damit Innovation und Forschung für die Entwicklung von Projekten insbesondere im Zusammenhang mit Wasserressourcen, die durch Zusammenarbeit auf Provinzebene realisiert werden sollen. Das Projekt zielt darauf ab, die bereits vor einiger Zeit von Alperia im Rahmen des Konzepts „Smart Region" begonnenen Aktivitäten umzusetzen. Diese neue Initiative konzentriert sich auf die Entwicklung von innovativen Wasser 4.0-Projekten, mit Anwendungen direkt im Bereich Wasserkraft als auch im allgemeinen Wassersektor und mit besonderem Schwerpunkt auf Themen, die für Unternehmen und Institutionen in Südtirol von Interesse sind.

Hydrodata zeichnet sich nicht nur durch ein hohes Maß an Qualität und Innovation aus, sondern insbesondre auch durch seine starke Multidisziplinarität. Dies zeigt sich in den vielfältigen Kompetenzen, die im Team vertreten sind: Sie reichen von zivilem und industriellem Anlagen- und Wasserbau, Hydrologie und Hydroökologie über angewandte Geologie, Architektur, Umwelt- und Landschaftsdesign bis hin zu technisch-wirtschaftlicher Beratung, numerischer und physikalischer Modellierung, hydraulischer, hydrodynamischer und hydrogeologischer Überwachung.

Neben den gemeinsamen Projekten mit Alperia wird Hydrodata weiterhin auch unabhängig auf dem nationalen und internationalen Markt für technische Dienstleistungen zur Unterstützung von Organisationen und Betrieben in diesem Sektor tätig sein.

Zum 31. Dezember 2019 verzeichnete Hydrodata S.p.A. einen Umsatz von über 4,4 Millionen Euro und ein EBITDA von 0,4 Millionen Euro. Der Halbjahresumsatz zum 30. Juni 2020 belief sich auf 2,1 Millionen Euro mit einem EBITDA für den Zeitraum von ca. 0,3 Millionen Euro. Die Investition für den Erwerb der Anteile durch Alperia beträgt 2,2 Millionen Euro.

Der erneuerte Verwaltungsrat nominierte Dieter Theiner, Verantwortlicher des Bereichs Engineering von Alperia, zum neuen CEO von Hydrodata S.p.A., der den Ankauf wie folgt kommentiert: „Diese Operation ist ein bedeutender Schritt für Alperia: Die Kompetenzen und das Know-how unserer internen Engineering-Abteilung werden durch wichtige technische Fähigkeiten und Erfahrungen von Hydrodata bereichert. Die kommenden Jahre stehen im Zeichen der gegenseitigen Bereicherung zwischen den Strukturen in Turin und Bozen. Das neue Innovationszentrum für Wasserkraft und den gesamten Wassersektor, das wir in den nächsten Monaten in Bozen realisieren werden, wird zu einer europäischen Exzellenz für Innovation in einem Bereich, der lange auf eine solche Partnerschaft gewartet hat".

 

Neben Dieter Theiner nominierte Alperia auch Johanna Vaja und Ivano Fadanelli als Mitglieder für den Verwaltungsrat von Hydrodata. Den Vorsitz hat Aldo Porcellana von Hydrodata. 

 

 

 

Dieter Theiner, Verantwortlicher des Bereichs Engineering von Alperia und CEO von Hydrodata S.p.A