Alperia erwirtschaftet 2019 für Südtirol einen Mehrwert von 235 Millionen Euro

Der Aufsichtsrat der Alperia AG hat gestern den Nachhaltigkeitsbericht der Alperia Gruppe genehmigt, mit welchem der Südtiroler Energiedienstleister eine Bilanz seiner wirtschaftlichen, umweltbezogenen und sozialen Tätigkeiten zieht und die Ziele und Maßnahmen für die kommenden Jahre festlegt. Die Nachhaltigkeitsbilanz basiert auf den weltweit anerkannten Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI-Standards).

Die wichtigsten Punkte sind: 

  • über 235 Mio. Euro (2018: rund 222 Mio. Euro) geschaffener Mehrwert für Südtirol
  • über 104 Mio. Euro (2018: rund 84 Mio. Euro) an Infrastruktur- und Anlageninvestitionen
  • 71 % (2018: 70 %) unterirdische Stromnetze
  • 42 % (2019: 33 %) Frauenanteil in der Governance
  • 78 % der im Nachhaltigkeitsplan 2017–2021 vorgesehenen Ziele erreicht

Vom ersten Jahr an definierte das Unternehmen in Einvernahme mit seinen Bezugsgruppen die relevanten Themen, wobei deutliche und messbare Ziele gesteckt wurden; von Anfang an wurden 15 Themeninhalte definiert, die Alperia für wesentlich hält. Diese Themeninhalte wurden im Rahmen der fünf strategischen Handlungsbereiche „Territorium", „Green Mission“, „Kunden“, „Mitarbeiter“ und „Entwicklung und Innovation“ umfassend vertieft. Und nicht nur das: Ab dem nächsten Strategieplan steht Nachhaltigkeit zunehmend mehr im Mittelpunkt der Alperia Welt, dahingehend, dass die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) in den Industrieplan jeder Business Unit integriert werden.

Mehrwert von 1,2 Mrd. Euro in 5 Jahren
2019 konnten 78 % der im Nachhaltigkeitsplan 2017–2021 vorgesehenen Ziele erreicht werden. Die Kernziele umfassen die Steigerung des Gewinnanteils aus dem Verkauf nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen, die Erweiterung der Smart Region Südtirol, die Verringerung der Treibhausgasemissionen und die Förderung von Vielfalt und Chancengleichheit bei allen Tätigkeiten sowie die Generierung eines Mehrwerts von insgesamt 1,2 Mrd. Euro für Südtirol innerhalb von fünf Jahren. Mit dieser Vision förderte Alperia Investitionen in Infrastrukturen, modernisierte diese und steigerte deren Stabilität und Effizienz, unterstützte weiterhin die lokale Wirtschaft, investierte in Innovation, Forschung und Entwicklung, förderte eine transparente Kommunikation und stärkte das Vertrauensverhältnis zu den Kunden.

Im Jahr 2019 wurde ein lokaler Mehrwert von über 235 Millionen Euro erwirtschaftet: durch die Zahlung von Steuern, Umweltgeldern, mit den an unsere Mitarbeiter gezahlten Löhnen und der Abführung der Sozialbeiträge, über die Dividenden für die Aktionäre, Spenden und Sponsoring sowie durch den Kauf von Produkten und der Inanspruchnahme von Dienstleistungen lokaler Lieferanten und Anbieter, sofern dies möglich ist. Unsere 2019 aufgegebenen Bestellungen richteten sich beispielsweise zu 62 % an in Südtirol ansässige Lieferanten. Zudem unterstützte Alperia weiterhin das Gemeinwesen mit Spenden für wohltätige Zwecke und förderte als Sponsor Südtiroler Organisationen, die in den Bereichen Sport, Kultur, Umweltschutz und Sicherheit tätig sind. Allein 2019 wurden über 1,7 Mio. Euro in Spenden und Sponsoring investiert.

Fokus auf Forschung und nachhaltige Entwicklung
Was Forschung und Entwicklung betrifft, entwickelte Alperia zahlreiche innovative Projekte. Ermittelt wurden zudem die Gewinner des erstmals veranstalteten Wettbewerbs Alperia Startup Factory, der zur Förderung der Innovation im Bereich erneuerbare Energien und Green Economy lanciert wurde. Auch die zweite Ausgabe ist bereits angelaufen, an welcher mehr als 230 Teams aus 37 Ländern der Welt teilnehmen.

Südtirol ist bestrebt, zunehmend smarter und umweltfreundlicher zu werden. Dafür werden neue Produkte wie Green Gas sowie Dienstleistungen und Geschäftsfelder entwickelt, die unseren Kunden dabei helfen, energieeffizienter zu sein.

Im Jahr 2019 stiegen die von Alperia durch nachhaltige Produkte und Dienstleistungen erzielten Einnahmen um 1,6 % (Anteil des Umsatzes, der mit nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen erzielt wird: 40 %), eine Zahl, die nach den Vorgaben des nächsten Industrieplans durch immer mehr Investitionen in Green Gas, Green Energy, Fernwärme, Energieeffizienz und Elektromobilität erheblich gesteigert werden soll.

Frauenanteil bei den Einstellungen gestiegen
Weiterhin arbeitet Alperia daran, mehr Frauen für technische Berufe zu gewinnen, um den Anteil weiblicher Führungskräfte zu erhöhen und Lohnunterschiede zu analysieren und zu verringern. 2019 erhöhte sich der Frauenanteil in unserer Governance erheblich und stieg von 33 % auf 42 %. Und nicht nur das: Im Laufe des Jahrs wurden 62 % mehr Frauen als 2018 eingestellt.

Alperia unterstützt Klimaplan 2050
Das Unternehmen unterstützt den Klimaplan 2050 der Autonomen Provinz Bozen, indem Treibhausgasemissionen reduziert und diese mit entsprechenden Projekten kompensiert werden. Im Lauf des Jahres 2019 wurde die Erweiterung des Fernwärmenetzes in Bozen und Meran fortgesetzt und auch die erste Gesellschaft daran angeschlossen: Edyna. Alperia investiert somit in eine umweltfreundliche Wärmequelle, dank derer der Verbrauch aus fossilen Energiequellen und die CO2-Emissionen zusätzlich reduziert werden können. Mit dem Ziel, die Emissionen in Verbindung mit Mobilität zu verringern, arbeitet das Südtiroler Unternehmen daran, 50 % des Fuhrparks auf Elektrofahrzeuge umzustellen und diesen umweltfreundlicher zu gestalten, und verfügt bereits heute über mehr als 100 Elektro- oder Hybridfahrzeuge.

Aufsichtsrat genehmigt Vorschlag zur Dividendenausschüttung
Der Aufsichtsrat der Alperia AG hat in seiner Sitzung vom 11. Mai 2020 den Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie den konsolidierten Jahresabschluss der Alperia Gruppe zum 31. Dezember 2019 genehmigt, wie sie vom Vorstand vorbereitet und am 16. April 2020 beschlossen worden sind.

In diesem Zusammenhang hat der Aufsichtsrat auch den Vorschlag des Vorstands an die Gesellschafterversammlung über die Verwendung des Reingewinns 2019 der Alperia AG in Höhe von ca. Euro 27,6 Millionen genehmigt, welcher vorsieht, an die Aktionäre eine Dividende in Höhe von Euro 26,0 Millionen auszuschütten, Euro 1,4 Millionen der gesetzlichen Rücklage zuzuführen sowie den restlichen Betrag in Höhe von Euro 0,2 Mio. auf das nächste Geschäftsjahr vorzutragen.

Aufsichtsratsvorsitzender Mauro Marchi kommentiert die Ergebnisse des Nachhaltigkeitsberichts:
Die unseren Tätigkeiten zugrundeliegenden Prinzipien waren schon immer auf eine nachhaltige Vision und auf unser Versorgungsgebiet ausgerichtet. Die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen unseres täglichen Handelns sind eine grundlegende Komponente bei der Definition des Industrieplans und bei der Planung der Tätigkeiten. Die Verabschiedung des Nachhaltigkeitsberichts 2019 erfolgt zu einem außergewöhnlichen Zeitpunkt unserer Geschichte. Der Gesundheitsnotstand dieser Wochen wird sich auf die Wirtschaftsteilnehmer und Bürger unseres Landes auswirken. Die Alperia Gruppe hat bereits Strategien zur Unterstützung dieses schwierigen Moments ergriffen und wird ihre konkrete Präsenz auch in naher Zukunft nicht fehlen lassen.

Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Wolfram Sparber erklärt:
Die Hauptaktivitäten der Alperia Gruppe sind seit jeher auf erneuerbare Energien sowie Services mit niedrigen Emissionswerten ausgerichtet. Mit dem 2019 erwirtschafteten Mehrwert von 235 Mio. Euro unterstreicht Alperia auch 2019, wie es dem Unternehmen gelungen ist, einen wichtigen wirtschaftlichen und sozialen Beitrag für das eigene Territorium zu leisten. Alperia hat 2019 über 50 Mio. Euro in die eigenen Wasserkraftwerke und das Stromnetz investiert. Die beiden größten Bereiche bei den CO2-Emissionen in Südtirol betreffen den Transport und den thermischen Bereich (hauptsächlich das Heizen der Gebäude). Mittels Services der Elektromobilität (Neogy), der Fernwärme (Alperia Ecoplus) und Services zur Energieeffizienz (Alperia Bartucci und GGP) wird es für die Gruppe in den kommenden Jahren möglich sein, einen wichtigen Beitrag bei der Erreichung der Ziele des Klimaplanes Südtirols zu leisten.

 

 

 

Mauro Marchi, Aufsichtsratsvorsitzender