Alperia gewinnt mit dem Fernwärmenetz Bozen den Global District Energy Climate Award

Das Fernwärmesystem von Bozen ist im Rahmen des internationalen Awards als bestes Projekt in der Kategorie „Modernisierung“ mit einem Exzellenzpreis ausgezeichnet worden. Die Jury war beeindruckt von der Qualität des von Alperia vorgelegten Projekts und dem Grad des Engagements und der Organisation. Die Auszeichnung gilt als weltweiter Maßstab für hervorragende Umweltleistungen.

Der Global District Energy Climate Award wurde 2009 ins Leben gerufen und prämiert Systeme und Projekte, welche die globale Relevanz der Entwicklung nachhaltiger Energielösungen durch städtische Fernwärme- und Fernkältesysteme veranschaulicht. Die Initiative steht unter der Leitung der Internationalen Energieagentur (IEA) und wird vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen, dem europäischen Fernwärme- und Fernkälteverband Euroheat&Power und der International District Energy Association (IDEA) unterstützt. Die Preisverleihung fand in diesem Jahr virtuell am 11. November in Bangkok, Thailand, statt. Insgesamt gingen mehr als 100 Beiträge ein.

Gemeinsam mit Alperia setzt sich Bozen für den Klimaschutz ein und unterstützt aktiv die Ziele der Klimapläne von Kyoto und Paris. Das Fernwärmesystem spielt in diesem Zusammenhang eine entscheidende Rolle in der Klimastrategie der Gemeindeverwaltung.

Seit seiner Gründung im Jahr 1986 hat sich das von Alperia betriebene Fernwärmenetz erheblich weiterentwickelt: 2016 modernisierte der Südtiroler Energiedienstleister das Bozner Fernheizwerk mit dem Bau einer leistungsfähigen Pumpstation und eines Wärmespeichers mit einem Volumen von 5.600 m³ Warmwasser. Mit der Integration der neuen Müllverwertungsanlage wurde eine Wärmebedarfsdeckung von 60 % erreicht, und nach der Integration des neuen Wärmespeichers erreichte die Deckung sogar Spitzenwerte von 95 %. Dies führte zu einer erheblichen Reduzierung der CO2-Emissionen.

Alperia hat außerdem ein Projekt zum Ausbau des Fernwärmenetzes gestartet, um in der Landeshauptstadt so viele Gebäude wie möglich mit Fernwärme zu versorgen. Die Rückgewinnung der Abwärme aus der Müllverwertungsanlage Bozen ist eine wesentliche Voraussetzung für eine sichere und wirtschaftliche Versorgung der Fernwärmekunden. Damit einher geht ein weiterer positiver Effekt für die Stadt Bozen: Die winterliche Belastung mit Stickoxiden und Rauch aus den einzelnen Heizkesseln wird deutlich reduziert.

„Alperia ist stolz darauf, der Gewinner der 7. Ausgabe des Global District Energy Climate Award zu sein. Dies ist eine große Anerkennung für die geleistete Arbeit und die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Bozen", so Günther Andergassen, Geschäftsführer von Alperia Ecoplus, einer Alperia Tochtergesellschaft, die das Fernwärmenetz in Bozen betreibt. „Die Steigerung der Abwärmenutzung um 137,5 % und die Reduktion der CO2-Emissionen um 60 % im Zeitraum 2013-2019 waren ein erforderliches Engagement für eine klimaschonende Beheizung der Gebäude. Für Alperia ist diese Auszeichnung ein Ansporn, unser Ziel – möglichst emissionsfreie Wärmeversorgung anzubieten – engagiert weiter zu verfolgen."