Alperia Gruppe: Halbjahresbilanz mit deutlich verbesserten konsolidierten Ergebnissen

• Gesamterträge mit einem Zuwachs von 15 %

• EBITDA von 93,4 auf 105,1 Mio. Euro verbessert

• Reingewinn der Gruppe äußerst positiv

• Über 36 Millionen Euro Investitionen in knapp sechs Monaten

• Positive Fähigkeiten bei der Generierung von neuem Kassenfluss

Am 1. August 2019 hat der Vorstand der Alperia AG die Halbjahresbilanz zum 30. Juni 2019 geprüft und genehmigt.

Die Gesamterträge der Gruppe von 746,3 Mio. Euro verzeichnen einen erheblichen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr (+97,7 Mio.). Dies ist in erster Linie auf die erstmalige Konsolidierung der im Strom- und Gasverkauf tätigen Tochtergesellschaft Alperia SUM zurückzuführen.
Im betrachteten Halbjahr war die Stromproduktion aus Wasserkraft gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9 % rückläufig. Grund war die im Vergleich zu 2018 später eingesetzte Schneeschmelze.
Der durchschnittliche Strompreis an der Strombörse lag knapp über 55 Euro/MWh und damit um 2,4 % über dem Vergleichspreis 2018.

Das EBITDA der Gruppe belief sich auf 105,1 Mio. Euro gegenüber 93,4 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2018. Der Vergleich der beiden Jahre ist jedoch nicht einheitlich, da die Veränderung des Konsolidierungskreises, die Aufstellung einiger Gesellschaften unter den Discontinuing Operations und die Anwendung des neuen internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 (Leasing) Auswirkungen auf die Ergebnisse haben.

Der Reingewinn der Gruppe in den ersten sechs Monaten des Jahres 2019 entwickelte sich mit 24,9 Mio. Euro ausgesprochen positiv (2018 waren es 17,8 Mio. Euro). Dieses positive Ergebnis profitiert von einer einmaligen Transaktion der Gruppe in Form einer Steuerbefreiung für einige immaterielle Vermögenswerte, die im Wert einiger Wasserkraftkonzessionen bestehen.

Einen starken Zuwachs verzeichneten auch die Investitionen im Berichtszeitraum in einer Höhe von über 36 Mio. Euro (über 24 Mio. Euro im Jahr 2018), die insbesondere im Bereich der Stromverteilung zur Verbesserung von Qualität und Kontinuität der Versorgung und in der Produktion für die Modernisierung der Wasserkraftwerke getätigt wurden.

Die Nettofinanzverschuldung ist weiterhin rückläufig im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 und liegt zum 30. Juni 2019 bei 422,8 Mio. Euro (435,9 Mio. Euro zum 30. Juni 2018). Dies zeigt die positive Fähigkeit der Gruppe bei der Generierung von neuem Kassenfluss.

Der genannte Betrag von 422,8 Mio. Euro wurde negativ belastet durch die erstmalige Anwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 16, der in der Bilanz zur Bildung von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 46 Mio. Euro führte. Diese beziehen sich in erster Linie auf die mit den Wasserkraftkonzessionen verbundenen sog. „Nasswerke“. Positive Auswirkungen hatte die Einbeziehung in die Nettofinanzverschuldung einer finanziellen Forderung in Verbindung mit dem Eigentum an der Hochspannungsleitung in Höhe von 31 Mio. Euro, die gemäß dem Rechnungslegungsstandard IAS 17 (jetzt IFRS 16) erfasst wurde.

Des Weiteren wurden weitere Anstrengungen unternommen, um die Nachhaltigkeit in strukturierter Art und Weise in die Strategie der Gruppe im Einklang von wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Grundsätzen zu stärken.


Relevante Faktoren in den einzelnen Business Units

Business Unit Produktion
- Mäßige Produktion aufgrund eines sehr kalten Monats Mai und andererseits eines besonders warmen Monats Juni
- Stromerzeugung, vorwiegend aus Wasserkraft in Südtirol, mit 1.765 GWh um 9 % rückläufig gegenüber dem Vergleichszeitraum 2018.

Business Unit Verkauf und Trading
- Insgesamt beträchtlich verbesserte Gewinnspanne aus dem Stromverkauf
- Verkaufte Strommengen von 4.653 GWh mit deutlichem Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr (+ 1.761 GWh)
- Verkaufte Gasmengen mit 255 Mio. Kubikmetern gegenüber 2018 (+ 65 Mio. m³) beträchtlich gestiegen

Business Unit Netze
- Gesunkene Gewinnspanne aufgrund höherer Nebenkosten
- Höhere Kapitalisierung der internen Dienstleistungen auch in Folge der getätigten höheren Investitionen.
Business Unit Wärme und Services
- Leichter Rückgang der aus Kraftwärmekopplung und Biomasse erzeugten Strommengen von 152 GWh (2018) auf 149 GWh (2019)
- Erzeugte Wärme in Höhe von 114 GWht und damit über den Mengen von 2018 (108 GWht)

Business Unit Smart Region
- Alperia Bartucci (tätig im Bereich der Energieeffizienz), Alperia Fiber (Glasfasernetzbetreiber) und Alperia Smart Mobility (tätig im Bereich der Elektromobilität) führten die Entwicklung innovativer Produkte und Dienstleistungen für die Kunden weiter.

Der Generaldirektor Johann Wohlfarter kommentiert: „Das erste Halbjahr 2019 schließt mit einem höheren Betriebsergebnis, zu dem auch die erstmals konsolidierte Alperia SUM beitrug. Im Hinblick auf die Erzeugung wird darauf hingewiesen, dass zum 30. Juni 2019 der Pegel der Stauseen unserer Wasserkraftwerke deutlich über dem historischen Durchschnitt liegt. Wir rechnen deshalb für die zweite Jahreshälfte mit einer positiven Entwicklung beim EBITDA.“

Die Vorsitzende Flora Emma Kröss kommentiert: „Nach der Genehmigung des aktualisierten Industrieplans 2017-2021 im Februar/März 2019 durch die zuständigen Gesellschaftsorgane schreiten wir bei der Umstrukturierung der Gruppe weiter voran. Dazu gehören insbesondere die vorbereitenden Maßnahmen für die Abtretung einiger als nicht strategisch eingestufter Geschäftsbereiche und für den Erwerb neuer Gesellschaftsbeteiligungen.“