Die Natur Südtirols ist unsere Energie, und ihre Zukunft liegt in unserer Hand.

Umweltpläne 

Mit dem Betrieb von Wasserkraftanlagen gehen begleitende Umweltmaßnahmen einher. Denn mit dem Erhalt der Konzessionen für die Großwasserkraftwerke im Jahr 2011 sind, erstmals und italienweit einzigartig, wesentliche Umweltmaßnahmen und die dafür notwendigen finanziellen Mittel verbunden.

Für die gesamte Konzessionsdauer von 30 Jahren wird Alperia rund 400 Millionen Euro an Umweltgeldern bereitstellen. Diese kommen den Ufer- und Standortgemeinden, in denen sich die Wasserkraftwerke befinden, zugute. Damit werden zahlreiche Maßnahmen zum Erhalt und zur Verbesserung von Umwelt und Landschaft und zugunsten der Bevölkerung umgesetzt, welche zuvor von den Kraftwerksbeiräten begutachtet werden.

Die Kraftwerksbeiräte

Für jede Wasserkraftanlage entscheidet ein Kraftwerksbeirat die Maßnahmen, welche für die jeweilige Anlage umzusetzen sind. Die Beiräte setzen sich aus Vertretern der Autonomen Provinz Bozen, der jeweiligen betroffenen Gemeinde und des Konzessionsinhabers zusammen.

Das sind nur einige der mehr als 500 Maßnahmen, die in Südtirol dank Umweltgelder realisiert worden sind und derzeit realisiert werden:

37

neue Wanderwege und Freizeitanlagen

21

energiesparende Beleuchtungsanlagen

20

öffentliche Gebäude energetisch saniert

13

Unterirdisch verlegte Leitungen

Die Umweltgelder werden gleichmäßig auf die Dauer der Konzessionen aufgeteilt und im Rahmen von Dreijahresplänen festgelegt. Einen Teil der Investitionen erhalten die jeweiligen Gemeinden direkt: Bisher konnten 43 Ufergemeinden über die Umweltfinanzierung verfügen, um verschiedene Projekte zu verwirklichen – darunter Verbesserungen in der Aufbereitung von Abwasser, Wiederherstellung oder Verbesserung von Naturgebieten, Energiesparmaßnahmen, Maßnahmen zur Reduktion der Luftverschmutzung sowie zur Bewahrung der alpinen Landschaft. 

Ein weiterer Teil geht an das Land Südtirol, welches damit in erster Linie Maßnahmen zur Verbesserung des Gewässerlebensraums umsetzt, wie beispielweise die Renaturierung der Talfer oder die Restrukturierung der Uferzonen des Eisacks in Bozen.

Zudem realisiert auch der Konzessionär Maßnahmen, mit denen die Umweltnachhaltigkeit der Kraftwerksanlagen verbessert wird, zum Beispiel durch die Schaffung von Fischtreppen sowie die Umweltüberwachung der Wasserstrecken für eine bestmögliche Gestaltung und Gewährleistung der Restwassermengen.

Abgesehen von den bereits an den großen Wasserkraftanlagen St. Walburg-Kuppelwies, St. Pankraz, Lana, Sarntal, Kardaun, Waidbruck, Brixen, Lappach, Mühlen in Taufers, Bruneck, Marling, Töll, Pfitsch, Glurns, Kastelbell, Laas und St. Florian durchgeführten Maßnahmen werden 2019 Umweltfonds auch für das Kraftwerk in Barbian für gezielte Maßnahmen bereitgestellt.

Folgende Beträge wurden bisher von 2011 bis 2018 zur Verfügung gestellt: 

20112012201320142015201620172018
15.605.56415.616.38015.590.44917.819.90117.589.91616.431.27917.807.96017.807.960