Eine neue Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 1 MW zeigt, dass auch ein Standort mit eingeschränkter Sonneneinstrahlung zur Energiewende beitragen kann. Das Projekt wurde von Alperia gemeinsam mit X Timber, einem Eggentaler Holzverarbeitungsunternehmen, umgesetzt und Ende Juni auf dem Dach des Produktionsstandorts in Deutschnofen in Betrieb genommen.

Die geografischen Voraussetzungen am Standort gelten als anspruchsvoll, denn vor allem in den Wintermonaten ist die direkte Sonneneinstrahlung in dem Gebiet stark eingeschränkt. Mithilfe moderner Planungs- und Simulationsverfahren konnte Alperia jedoch nachweisen, dass das vorhandene Solarpotenzial ausreicht, um eine wirtschaftlich interessante Stromproduktion zu ermöglichen und einen wesentlichen Teil des Energiebedarfs des Unternehmens abzudecken.

X Timber benötigt jährlich rund 7 Gigawattstunden Strom für Maschinen, Trocknungsanlagen und den laufenden Produktionsbetrieb. Mit der neuen Anlage kann ein wichtiger Teil dieses Bedarfs durch vor Ort erzeugte Energie gedeckt werden. Die geschätzte Jahresproduktion beträgt rund 900 MWh, wovon 80 bis 90 % für den Eigenverbrauch bestimmt sind.

Das Projekt wurde als „schlüsselfertige“ Lösung realisiert. Alperia begleitete das Vorhaben in allen Phasen, von der Planung über die Genehmigungen bis hin zur Installation und der Abwicklung der Formalitäten für den Zugang zu Fördermitteln. X Timber konnte zudem einen Beitrag aus dem italienischen Aufbau- und Resilienzplan (PNRR) in Höhe von 40 Prozent der förderfähigen Kosten in Anspruch nehmen.

Die Zusammenarbeit wird mit der Planung von zwei weiteren Photovoltaikanlagen auf Firmengebäuden fortgesetzt, mit dem Ziel, die Energieautarkie des Produktionsstandorts weiter zu steigern.