Der Kampf gegen den Klimawandel ist ein zentrales Element der Strategie der Alperia Gruppe. Im Einklang mit ihrer Unternehmensmission und den Vorgaben der Satzung integriert Alperia Klimaziele in die strategische Planung und die operativen Aktivitäten. Damit leistet die Gruppe einen Beitrag zur Energiewende im Territorium und zur langfristigen Wertschöpfung.
Die Klimaverpflichtungen finden sowohl im Industrieplan 2026–2028, der Investitionen zur Erreichung des Net-Zero-Ziels bis 2040 vorsieht, als auch im Nachhaltigkeitsplan 2022–2027 konkrete Umsetzung. Dieser definiert Ziele, Maßnahmen und Leistungsindikatoren (KPI), deren Fortschritt jährlich überwacht wird.
Emissionsmonitoring und Net-Zero-Ziele
Alperia erfasst jährlich ihre Treibhausgasemissionen (Scope 1, Scope 2 und Scope 3) und hat Emissionsreduktionsziele definiert, die von der Science Based Targets initiative (SBTi) validiert wurden. Ziel ist es, bis 2040 Net Zero zu erreichen.
Die von der SBTi bestätigten Reduktionsziele basieren auf dem Bezugsjahr 2022 und folgen einer klar definierten Methodik, die die Nachvollziehbarkeit der eingegangenen Verpflichtungen sicherstellt. Sie stehen im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens und umfassen kurz- (2032) sowie langfristige Zielsetzungen (2040 – Erreichung von Net Zero) für die wichtigsten Emissionskategorien.
Im Einzelnen:
- Für Scope-1- und Scope-2-Emissionen aus der Strom- und Wärmeerzeugung ist bis 2032 eine Reduktion um 77 % pro erzeugter MWh und bis 2040 um 94 % gegenüber dem Bezugsjahr 2022 vorgesehen.
- Für Scope-1- und Scope-3-Emissionen im Zusammenhang mit der Erzeugung und dem Verkauf von Strom ist bis 2032 eine Reduktion um 78 % pro erzeugter bzw. verkaufter MWh und bis 2040 um 94 % gegenüber dem Bezugsjahr 2022 vorgesehen.
- Für Scope-3-Emissionen aus der Nutzung verkaufter fossiler Produkte (verkauftes und von Kundinnen und Kunden genutztes Erdgas) ist bis 2032 eine Reduktion um 50 % und bis 2040 um 90 % gegenüber 2022 vorgesehen.
- Weitere Informationen zur SBTi und Alperia gibt es auf der entsprechenden Seite der Science Based Targets initiative. (öffnet in einem neuen Tab)
Stand der Zielerreichung 2025
- Beim ersten SBTi-Ziel, das die Reduktion der Emissionsintensität (Scope 1 und 2) der Strom- und Wärmeerzeugung betrifft, wurde 2025 ein Wert von 16,2 ktCO₂e/TWh erzeugter Energie erreicht. Dieser Wert entspricht dem vorgesehenen Entwicklungspfad zur Erreichung des Zielwertes von 12,3 ktCO₂e/TWh bis 2032.
- Beim zweiten SBTi-Ziel, das die Scope-1- und Scope-3-Emissionen aus Stromerzeugung und Stromverkauf betrifft, verringerte sich die Emissionsintensität der verkauften Energie von 155 ktCO₂e/TWh im Bezugsjahr 2022 auf 98,58 ktCO₂e/TWh im Jahr 2025. Damit setzt sich die Entwicklung in Richtung des Zielwertes von 40 ktCO₂e/TWh bis 2032 fort.
- Beim dritten SBTi-Ziel, das die Reduktion der Scope-3.11-Emissionen aus dem Erdgasverkauf betrifft, sanken die Emissionen von 990 ktCO₂e im Bezugsjahr 2022 auf 562,70 ktCO₂e im Jahr 2025. Dieses Ergebnis bestätigt die Fortschritte auf dem Weg zum Zielwert von 401 ktCO₂e bis 2032.
Insgesamt befinden sich alle Ziele auf Kurs. Dies zeigt die Wirksamkeit der umgesetzten Maßnahmen und den Beitrag von Alperia zur Energiewende und zur Verringerung von Treibhausgasemissionen.
Weitere Informationen sowie den aktuellen Umsetzungsstand der Ziele veröffentlicht Alperia jährlich im Abschlussbericht.
Die Science Based Targets initiative (SBTi) ist eine internationale Organisation, die die Treibhausgasreduktionsziele von Unternehmen bewertet, überprüft und validiert. Sie stellt sicher, dass diese den wissenschaftlichen Erkenntnissen und den Zielen des Pariser Klimaabkommens entsprechen.
Emissionsreduktion
Die Dekarbonisierungsstrategie von Alperia basiert in erster Linie auf der Reduktion von Emissionen sowie auf dem Ausbau und der Diversifizierung der Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen.
Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen:
- die Entwicklung erneuerbarer Energien
- die Steigerung der Energieeffizienz bestehender Anlagen
- die Elektrifizierung der Endenergieverbräuche
- die Verringerung des Einsatzes von Erdgas
- die Förderung nachhaltiger Mobilität
- die Weiterentwicklung innovativer Energiedienstleistungen für Kundinnen und Kunden sowie Territorien
Ergänzend dazu setzt Alperia Informations- und Sensibilisierungsmaßnahmen für Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeitende um, um Verhaltensweisen zu fördern, die die Dekarbonisierungsziele unterstützen.
Durch diese Maßnahmen leistet die Gruppe einen Beitrag zur Energiewende und verfolgt ihre mittel- und langfristigen Klimaziele.
Emissionskompensation
Ergänzend zu den Maßnahmen zur Emissionsreduktion setzt Alperia Kompensationsmaßnahmen ein, um verbleibende Emissionen auszugleichen. Dieser Ansatz ist Teil des übergeordneten Weges zur Erreichung des Net-Zero-Ziels bis 2040 und versteht sich als ergänzendes Instrument zu direkten Dekarbonisierungsmaßnahmen.
Die Umsetzung von Kompensationsmaßnahmen und -projekten basiert auf einem Monitoringkonzept für die Kompensation. Dieses gewährleistet die Qualität, Rückverfolgbarkeit und Überprüfbarkeit der erworbenen CO₂-Zertifikate. Der Ansatz umfasst unter anderem die verpflichtende Berichterstattung über den Anteil kompensierter Emissionen, Transparenzanforderungen für Projekte sowie die Einhaltung anerkannter technischer Kriterien und Standards.
Berichterstattung und Transparenz
Die klimabezogenen Ergebnisse sowie die Fortschritte bei der Umsetzung der Dekarbonisierungsziele werden jährlich im Abschluss der Alperia Gruppe veröffentlicht. Die Berichterstattung erfolgt gemäß den Anforderungen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und der European Sustainability Reporting Standards (ESRS). Die veröffentlichten Informationen werden im Rahmen einer unabhängigen Limited Assurance durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft überprüft. Dadurch sollen Zuverlässigkeit und Transparenz der gegenüber den Stakeholdern kommunizierten Daten gewährleistet werden.