Bau der neuen unterirdischen Druckrohrleitung von St. Pankraz 

Anlage: St. Pankraz 

Gegenstand: Neue Druckrohrleitung von St. Pankraz 

Bauzeit: Mai 2023 – November 2026 

Investition: etwa 46 Mio. € 

Die Anlage St. Pankraz verfügte über eine metallische Druckrohrleitung, die oberirdisch entlang des Hangs verlief und aus der Bauzeit (1955-1957) der Anlage stammte. Um die Umwelt- und Landschaftsauswirkungen der Infrastruktur zu minimieren, wurde die neue Druckrohrleitung vollständig unterirdisch geplant. Dafür wurden ein neuer Stollen im Felsen mit einer Länge von ca. 800 m sowie ein ca. 190 m tiefer vertikaler Druckschacht errichtet. Gleichzeitig wurde auch ein neues, vollständig unterirdisches Wasserschloss realisiert, das den oberirdischen „Kamin“ in der Örtlichkeit Maraunberg ersetzt hat, der derzeit rückgebaut wird.

Bau der neuen Druckrohrleitung von St. Walburg 

Anlage: St. Walburg 

Gegenstand: Neue Druckrohrleitung von St. Walburg 

Bauzeit: 2026–2028 

Investition: etwa 21 Mio. € 

Die Anlage St. Walburg verfügt über eine metallische Druckrohrleitung, die am Hang oberhalb des gleichnamigen Wasserkraftwerks verläuft und aus der Bauzeit der Anlage (1957-1959) stammt. Zur Verringerung der Umwelt- und Landschaftsauswirkungen wird, die derzeit im Bau befindliche neue Druckrohrleitung vollständig unterirdisch verlegt. Sie folgt einem Verlauf, der weitgehend parallel zur bestehenden Leitung liegt, und wurde zur Optimierung der hydraulischen Effizienz dimensioniert. Die neue Leitung wird eine ähnliche Länge wie die bestehende haben.

Erneuerung der Sammelleitung Kirchberg  

Anlage: St. Walburg 

Gegenstand: Austausch der Sammelleitung Kirchberg 

Bauzeit: 2025–2027 

Geplante Investition: etwa 4 Mio. €  

Sammelleitung Kirchberg sammelt das Wasser aus einer Reihe von Sekundärwasserfassungen im Klapfbergtal und in Kirchbergtal und leitet es in den Weißbrunnsee. Diese Leitung stammt aus der Bauzeit der Anlage und wird derzeit abschnittsweise ersetzt. Die Gesamtlänge des Kirchberg-Zweigs beträgt ca. 4,4 km, davon wurden bereits 2,5 km ersetzt. Der verbleibende Abschnitt ist für die Jahre 2026–2028 vorgesehen. Die neue Leitung mit einem Durchmesser von 500 mm besteht aus Sphäroguss mit Steckmuffenverbindungen, um die Verlegung zu erleichtern. Die neue Leitung wird die Ableitung des Wassers aus den rechtsorografischen Zuflüssen für die kommenden Jahrzehnte gewährleisten.

Grünsee-Staudamm: Ordentliche und außerordentliche Instandhaltung 

Anlage: Weißbrunn 

Gegenstand: Ordentliche und außerordentliche Instandhaltung der Wasserseite des Grünsee-Staudamms 

Bauzeit: jährliche ordentliche Instandhaltung, zweijährliche außerordentliche Instandhaltung 

Geplante Investition: 50 Tsd. € (ordentliche Instandhaltung), 180 Tsd. € (außerordentliche Instandhaltung) 

Der Grünsee-Staudamm ist ein Steinschüttdamm, der Mitte der 1960er-Jahre errichtet wurde. Die Besonderheit dieses Damms besteht darin, dass seine Wasserseite durch ein geschweißtes Blech abgedichtet ist, das die gesamte Oberfläche bedeckt. Die Witterungseinflüsse und die durch die Sonneneinstrahlung verursachte thermische Ausdehnung erfordern laufende ordentliche und außerordentliche Instandhaltungsmaßnahmen: Jedes Jahr, wenn der See vor der Schneeschmelze den niedrigsten Wasserstand erreicht, wird eine Kampagne zur Wiederherstellung der Schweißnähte der einzelnen Metallbleche durchgeführt; alle zwei Jahre ist hingegen eine Erneuerung der Beschichtung vorgesehen. Diese Maßnahmen gewährleisten eine optimale Dichtheit der metallischen Abdichtung. Trotz des hohen Instandhaltungsaufwands stellt diese Art der Abdichtung nach heutigem Stand die beste verfügbare Lösung dar, um einen Steinschüttdamm in sehr großer Höhe (über 2.500 m ü. d. M.) abzudichten. Zum Schutz des Damms, seiner Nebenbauwerke und der dort tätigen Mitarbeitenden werden zudem umfangreiche Steinschlagschutzsysteme errichtet und instandgehalten.

Modernisierung des Pumpspeicherkraftwerks Kuppelwies 

Anlage: Kupperlwies 

Gegenstand: Vollständiges Revamping 

Bauzeit: 2025–2028 

Geplante Investition: etwa 34 Mio. € 

Die Anlage Kupperlwies ist ein Pumpspeicherkraftwerk aus den späten 1960er-Jahren. In den letzten Jahren hat Alperia eine Reihe bedeutender Modernisierungsmaßnahmen an der gesamten Anlage umgesetzt. Die wichtigsten Eingriffe betreffen den Austausch des ternären Maschinensatzes (Turbine–Generator–Pumpe) einschließlich der zugehörigen Absperrorgane, den Leistungstransformator, die Schaltanlage sowie das gesamte Automatisierungssystem. Darüber hinaus sind die Beschichtung der Druckrohrleitung und der Austausch der Drosselklappe zum Schutz der Druckrohrleitung vorgesehen.